Presseberichte

Allendorf 2030 Ein liebens- und lebenswerte Stadt

Unter dieser Überschrift lud der SPD Ortsverein Allendorf -Lumda am Samstag, dem
18. Januar, zu einer Veranstaltung in den Künstlerhof Arnold ein.
Mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern wollte man der Frage nachgehen, welche Leitbilder
und Handlungsstrategiern entwickelt werden können, um das Leben, Wohnen und
Arbeiten in Allendorf in der Zukunft attraktiv zu gestalten.
In ihren einleitenden Begrüßungsworten wies die Vorsitzende des Ortsvereins auf die
spezifischen Probleme einer finanzschwachen Gemeinde im ländlichen Raum, wie es Allendorf
ist, hin. Man müsse, so Heilmann, vor allem größer denken und bei den Zukunftsüberlegungen
für Allendorf das gesamte Lumdatal mit einbeziehen.
Welche Themen stehen für unsere Zukunftsüberlegungen im Lumdatal, in Allendorf im
Vordergrund ?
Die Zusammenlegung von Verwaltungen, weil viele kommunale Aufgaben personell und
finanziell gar nicht mehr anders zu leisten sind. IKZ zwischen Rabenau und Allendorf geht aber
nur im Schneckentempo voran.
Mobilität auf dem Land spielt bei der Überlegung, wohin man seinen Lebensmittelpunkt verlegt,
eine große Rolle. Deshalb ist die Reaktivierung der Lumdatalbahn eine sinnvolle
Investition in die Zukunft.
Bezahlbares Wohnen und Bauen. Es ist der SPD Allendorf bis heute unverständlich, weshalb die
Mehrheit der Kommunalpolitiker einem Beitritt in die SWS nicht zustimmt, Strukturförderung ist
ein wichtiges Thema.
Wie gelingt es, Jugendliche und junge Erwachsene als aktive Bürger*innen im Lumdatal zu
integrieren? Die SPD Allendorf unterstützt die Aktivitäten eine Kinder- und Jugendvertretung in
Allendorf zu etablieren.
Neben diesen Themen nannte Brigitte Heilmann noch die Stärkung der Infrastruktur,
das Bauen von Mehrgenerationenhäusern, Innenstadtsanierungen, Ausbau des digitalen Netzes
und schließlich die Stärkung des Tourismus als mögliche Motoren, um Leben auf dem Lande
attraktiv zu gestalten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Referat von Bernd Klein, bis vor wenigen Tagen
Bürgermeister von Lich, der über den Leitbildprozess der Stadt Lich berichtete.
Im Frühjahr 2008 wurde durch den Bürgermeister in Lich eine Projektsteuerungsgruppe zur
Erstellung eines Leitbildes der Stadt Lich einberufen, die aus je zwei Vertretern der Fraktionen im
Stadtparlament und dem Bürgermeister bestand.
Ein Projektziel wurde formuliert und dann auf einer Bürgerversammlung vorgestellt.
Im folgenden bildeten sich aus der Bürgerschaft 3 Projektgruppen, die sich eigenständig
organisierten und die unabhängig von Verwaltung und kommunalen Mandatsträgern arbeiteten.
Es entstand so ein breites bürgerschaftliches Engagement, die den Ist-Zustand in
Lich analysierten und Ziele für die Zukunft formulierten. 2009 war dieser Prozess der Zielfindung
abgeschlossen und mit viel kreativem und aktivem Einsatz von Bürger*innen wurden Ziele
verfolgt und Projekte in Lich verwirklicht. Dass dieser Prozess nicht immer einfach ist, viele
Diskussionen geführt, Kompromisse getroffen und Meinungen unter einen Hut gebracht werden
mussten und dass auch nicht alles in den 10 Jahren, die man sich als Zieldatum gesetzt hatte,
verwirklicht werden konnte, verschwieg Bernd Klein in seinen Ausführungen nicht. Das A und O
eines solchen Leitbildprozesses ist aber, das wurde sehr deutlich herausgestellt, das aktive
Gestalten durch Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde.
Brigitte Heilmann dankte Bernd Klein für seine Darstellung der Entwicklung der Leitbilder für

Lich. Den Zuhörer*innen war selbstverständlich bewussst, dass man das Städtchen Lich nicht in
allen Bereichen mit Allendorf vergleichen kann. Aber die Beispiele aus Lich, wie man überhaupt
einen Prozess zur Entwicklung von Leitbildern in Gang bringen und in die Tat umsetzen kann,
sind für unsere eigene Arbeit in Allendorf, wenn es um dieses Thema geht, sehr hilfreich.