Presseberichte

Arbeitskreise Asyl Allendorf und Climbach auf dem Neujahrsempfang der Stadt Allendorf/Lumda mit der Ehrenamtsmedaille ausgezeichnet – SPD-Ortsverein Allendorf freut sich mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern

Grund zur Freude hat der SPD Ortsverein Allendorf/Lda und die SPD Fraktion
in der Stadtverordnetenversammlung, denn 1. hatte die
Stadtverordnetenversammlung einstimmig ihrem Antrag zugestimmt, die
Tradition des Neujahrsempfangs wieder aufleben zu lassen und in diesem feierlichen
Rahmen die Ehrenamtsmedaille der Stadt Allendorf zu überreichen und 2. war die
Ehrenkommission dem Vorschlag des SPD-Ortsvereins gefolgt, die
diesjährige Ehrenamtsmedaille den Arbeitskreisen Asyl Allendorf und Climbach
zuzusprechen. Deshalb konnten auf dem Neujahrsempfang am vergangenen
Freitag stellvertretend für alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer
Herr Hans-Georg Walesch, Frau Monika Luh und Frau Beate Poß die
Ehrenmedaillen entgegenehmen.
Warum hat sich der SPD-Ortsverein dafür eingesetzt, dass diese Allendorfer
Bürgerinnen und Bürger mit der Verleihung der Ehrenamtsmedaille ausgezeichnet
werden sollen?
Seit November 2015 waren geflüchtete Menschen in unserer Stadt untergebracht
worden. Zunächst in einem Privathaus, Privatwohnungen und dann in zwei
Containerunterkünften. Es kamen ungefähr 90 – 100 Personen. Das waren
Familien mit Kindern, alleinstehende Ehefrauen mit Kindern und einzelne,
vor allem männliche Personen. Der überwiegende Teil dieser Menschen
hatte keinerlei Deutschkenntnisse, wenige sprachen Englisch und fast alle
kamen aus Millionenstädten wie Teheran, Shiraz, Damaskus, Al-Rakkar und
Mosul. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der beiden Arbeitskreise sind von
der ersten Stunde der Ankunft den Geflüchteten zur Seite gestanden, um ihnen die
Eingewöhnung in die fremde Umgebung nach oft traumatischen
Erlebnissen in der Heimat und auf der Flucht zu erleichtern.
Fahrdienste und Begleitung zu Ämtern, Behörden, zu Ärzten oder zum Einkaufen,
Hilfe bei der Wohnungssuche und der Beschaffung von Möbeln,
Vermittlung von Praktikas, Kinderbetreuung, Organisation von Deutschkursen und
Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, Nachhilfeunterricht für
Schulkinder und – ganz wichtig – die persönliche Zuwendung gehörten
in den auf die Ankunft folgenden Wochen und Monaten ( und gehören auch heute
noch) zu den täglichen Aufgaben und manchmal auch zu den nicht ganz einfachen
Herausforderungen, die von den Helferinnen und Helfern geleistet
werden mussten. Die ehrenamtlich Tätigen haben Aufgaben erfüllt, die
von offizieller, amtlicher Seite nicht geleistet werden konnten. Sie haben so
die Integration gefördert und Probleme im täglichen Miteinander auf
unbürokratische Weise gelöst und deren Aufkommen auch weitgehend verhindert.
Sie haben es geleistet, auch das soll nicht verschwiegen werden,
obwohl sie gelegentlich auf Unverständnis gestoßen sind, weil es durchaus
Menschen in unserer Stadt gab und gibt, die der Aufnahme von Geflüchteten

sehr skeptisch gegenüber stehen. Wir sind aber davon überzeugt, dass die
Arbeit der Personen, die in den Arbeitskreisen tätig waren und sind, einen positiven
Einfluss auf die Akzeptanz der geflüchteten Menschen in unserer
Stadt und auf das Zusammenleben mit ihnen hatte und hat.
In den ehrenamtlich Tätigen sieht der Ortsverein SPD aber auch die Vermittler
unserer europäisch-christlich geprägten Werte, wie der tätigen Nächstenliebe
und der Idee einer offenen und toleranten Gesellschaft, in der Menschen egal
welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welcher Religion, welcher Weltanschauung,
welchen Geschlechts und welcher sexuellen Orientierung gleich und frei leben
können.
Deshalb haben sich die Helferinnen und Helfer in den Arbeitskreisen
Asyl in Allendorf und Climbach mit ihrer Hilfe in vorbildhafter Weise
für unsere Gesellschaft und unsere Stadt einsetzt. Für uns – die Sozialdemokraten in
dieser Stadt – war es deshalb selbstverständlich, diesen
Allendorfer Bürgerinnen und Bürger mit der Verleihung der Ehrenamtsmedaillen
einen besonderen und für alle sichtbaren Dank auszusprechen.
Brigitte Heilmann