Presseberichte

Druck machen für die Reaktivierung der Lumdatalbahn

Nun steht es fest: Das hessische Verkehrsministerium will die Kosten und Nutzen für die
Reaktivierung der Bahnstrecken im ländlichen Raum in einem neuen Bewertungsverfahren
prüfen. Das ist eine erfreuliche Nachricht.
Für dieses neue Bewertungsverfahren hat sich Frau Landrätin Anita Schneider mit
Nachdruck eingesetzt, wie kürzlich auf einer Veranstaltung der Kreistagsfraktion der
SPD in Allendorf/Lumda zu erfahren war. Die Chancen für eine Reaktivierung der
Lumdatalbahn würden mit diesem neuen Verfahren steigen, auch angesichts der Tatsache,
dass sich die Kosten für dieses Projekt erhöhen.
Der SPD-Ortsverein setzt sich dafür ein, dass die Reaktivierung der Lumdatalbahn als
Pilotprojekt für die Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensbedingungen im
ländlichen Raum unter diesem neuen Bewertungsverfahren gilt.
Die Reaktivierung der Lumdatalbahn ist neben der Verbesserung der Mobilität vor allem
auch ein Projekt, das nachhaltig dem Schutz der Umwelt und des Klimas dient, sie ist eine
Investition für die Zukunft in einer lebens- und liebenswerten Landschaft und
Wohngegend. Bei einem solchen Projekt sollten die entstehenden Kosten eigentlich eine
nachrangige Rolle spielen.

Wenn wir aber lesen, dass das neue Prüfungsverfahren im Frühjahr 2020 losgehen könnte
– eine Formulierung in der Möglichkeitsform – , dann haben wir große Bedenken, wann
denn die Reden- und Willensbekundungen im Verkehrsministerium in Wiesbaden
tatsächlich und zeitnah in die Wirklichkeitsform umgesetzt werden.

Wir fordern deshalb die Regierungskoaliton in Wiesbaden auf, einen verbindlichen
Zeitplan aufzustellen, damit die Bürgerinnen und Bürger im Lumdatal sehen, dass die
Versprechungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum , in
diesem Fall die Reaktivierung der Lumdatalbahn, keine hohlen Sprüche zur Beruhigung
sind, sondern dass den Versprechungen auch sichtbare Taten folgen.

SPD Ortsverein Allendorf/Lda.
Brigitte Heilmann