Pressemitteilung

Volles Haus beim Neujahrsempfang der SPD Ortsvereine Allendorf/Lda und Rabenau

Die Tische waren voll besetzt im großen Saal des Bürgerhauses in Allendorf, als Brigitte Heilmann (Vorsitzende des Ortsvereins Allendorf) am Samstagabend die Ehrengäste begrüßte: den Landesvorsitzenden der SPD Thorsten Schäfer-Gümbel, die Landrätin Anita Schneider und den Unterbezirksvorsitzenden Matthias Körner, der in diesem Jahr als Direktkandidat unseres Wahlkreises bei der Bundestagswahl im Herbst antritt. Ein besonderer Willkommensgruß galt der Bürgermeisterin von Allendorf (Lumda) Annette Bergen-Krause.

Ein Jahr der Herausforderungen sei 2017, ein Jahr unter veränderten Vorzeichen der politischen Inhalte und des mitmenschlichen Miteinanders, ein Jahr auch der weltweiten Krisen und Kriege, des islamistischen Terrors und vieler anderer Probleme. Das waren durchgängige Themen der Ansprachen.

Im Mittelpunkt stand aber auch die erste Herausforderung in Allendorf am 19. Februar, wenn in der Stadt die BürgermeisterInnenwahl stattfindet.

Thorsten Schäfer-Gümbel wies auf die schwierige Situation im Lumdatalstädtchen hin, als Annette Bergen-Krause vor 6 Jahren ihr Amt antrat. Eine überschuldete Gemeinde im ländlichen Raum. die sich entschließt, unter dem sogenannten „Schutzschirm“ ihre Finanzen auch zum Wohle der zukünftigen Generationen in Ordnung zu bringen… Eine solche Gemeinde als Verwaltungschefin zu leiten, ist wahrhaftig keine leichte Aufgabe. Eine Lösung im Hoppla-Hopp-Verfahren kann es da nicht geben und sie wird umso schwieriger, wenn laut Willen der Landesregierung, den Gemeinden immer mehr Aufgaben zugemutet werden, aber keine ausreichenden Mittel z. B. aus dem kommunalen Finanzausgleich bei den Kommunen ankommen. Was bleibt, so Schäfer-Gümbel, da noch von der kommunalen Selbstverwaltung übrig? Am Ende werden aber nicht die Damen und Herren in Wiesbaden verantwortlich gemacht, sondern man zeigt auf die Chefin oder den Chef im Rathaus, wenn nicht alles, was wünschenswert und notwendig für die Gemeinde wäre, sofort klappt. Dabei sind sie doch oft allenfalls nur noch die Erfüllungsgehilfen ohne Geld. Vor diesem Hintergrund habe Frau Bergen- Krause hervorragende Arbeit für Allendorf (Lumda) geleistet.

Ich habe schwierige Zeiten in den letzten Jahren erlebt, es gab Konflikte und Auseinandersetzungen, aber am Ende dieser Amtsperiode überwiegen für mich die guten Begegnungen und das, was gelungen ist.“ Mit diesen Worten begann

Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause ihre Neujahrsansprache. Ihre vor sechs Jahren anvisierten Ziele, Perspektiven für Allendorf zu schaffen, sind erreicht oder zumindest auf den Weg gebracht. Konkrete Projekte, wie Breitbandausbau, Medzentrum, Straßenbau, Unterstützung der Lumdatalbahn, und vieles andere mehr sind realisiert oder werden weiter vorangetrieben. Gerade weil noch nicht alles zu Ende geführt worden ist, braucht es eine zweite Amtsperiode für Annette Bergen-Krause.

Wenn jahrelang auch vor der Amtszeit der Bürgermeisterin in Kindergarten nichts investiert wurde, wenn sich die Bedingungen für die Kinderbetreuung durch den Gesetzgeber zum Nachteil für den ländlichen Raum verändert haben, den Kommunen die finanziellen Mittel fehlen, die Beiträge für die Eltern aber auch nicht ansteigen sollen, dann muss man als Kommune umsichtig und verantwortungsvoll handeln. Trotzdem sei man mit dem Ausbau des Kindergartens im Totenhäuser Weg ein gutes Stück vorangekommen.

Vieles wurde geschafft, vieles wurde in die Wege geleitet, einiges ist noch zu erledigen. Und gerade weil sie keine Frau der halben Dinge sei, möchte sie diese auch in einer zweiten Amtsperiode zu Ende bringen, so die Rathauschefin.

In ihren Ansprachen wünschten ihr Landrätin Anita Schneider und Matthias Körner dafür viel Erfolg.

Eine Aufforderung dieses Abends soll hier nicht unerwähnt bleiben. So mahnte Brigitte Heilmann, lasst uns den Nörglern, Stänkerern, den Pessimisten und Untergangspropheten entgegentreten. Lasst uns den Unzufriedenen und den Ängstlichen aufmerksam zuhören und nach Lösungen suchen. Lasst uns klar und deutlich machen, dass wir keine Halbwahrheiten dulden, dass wir keine

Sündenböcke suchen oder uns keiner Sprache bedienen, die Ängste und Unzufriedenheit schürt. Das sind wir unseren sozialdemokratischen Grundwerten schuldig.

Mohsen Barzkar, ein junger Mann aus dem Iran, der seit April vergangenen Jahres mit seiner Mutter und drei Brüdern in Allendorf wohnt und hier in vorbildlicher Weise aufgenommen wurde und sich selbst in die Gemeinschaft einbringt, sang und spielte auf seiner Gitarre zwei persische Lieder.

Für gute Stimmung sorgten zum großen Vergnügen aller Anwesenden die Wonneproppen und die Teenies der SG Climbach mit ihren Tanzdarbietungen.

Für den musikalischen Schwung sorgte die Formation „Rabenjazz“, deren Sound und Rhythmus jeden mitriss und begeisterte.

Schön, wenn viele an diesem Abend mit dem Satz auf den Lippen nach Hause gehen konnten: „Das war ein gelungener Abend!“