Presseberichte

Wir sagen NEIN zur AfD

Das Auftreten von Mitgliedern und Sympathisanten der AfD und ihre Äußerungen zum
aktuellen Fall in unserer Gemeinde , der sogenannten Causa Schäfer, veranlasst uns dieses
NEIN auszusprechen.
Was ist passiert ?
Die langjährige für die FDP tätige Kommunal- und Kreispolitikerin Sylke Schäfer ist zur
AfD gewechselt und zur Vorsitzenden des Nordkreises Gießen gewählt worden.
Frau Schäfer ist seit Ende 2017 Lektorin und darf somit in der evangelischen Kirche
Hessen-Nassau Gottesdienste mit vorgefassten Predigten halten. Mit dem erst durch die
Presse bekanntgewordenen Engagement für die rechtspopulistische AfD machten
der hiesige und andere Pfarrer der Nachbargemeinden von ihrem Kanzelrecht Gebrauch,
so dass Frau Schäfer für die nächste Zeit keine Gottesdienste halten kann.
Das alles ist eine persönliche Angelegenheit zwischen Frau Schäfer und Vertretern der
Kirchengemeinde. Wäre man um eine versöhnliche Lösung bemüht gewesen, hätte man die ganze
Angelegenheit nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten.
Aber den Vertretern der AfD und auch Frau Schäfer scheint es gar nicht darum zu gehen,
das Problem auf der Sachebene zu diskutieren, sich inhaltlich-argumentativ damit
auseinanderzusetzen. Oder ist irgendwo bei den Anschuldigungen der AfD gegenüber den
Kirchenvertretern etwas von den Beweggründen der Kirchenvertreter zu lesen, außer der
Anschuldigung, man wolle jemanden diskriminieren, weil er in der
AfD ist ? Anstelle einer sachlichen Diskussion und dem Austausch von vernünftigen
Argumenten wird ein vermeintliches „Opfer“ inszeniert, das unzulässigerweise
„diskriminiert“ wird .
Was steckt hinter einer solchen Inszenierung???
Wie bei allen anderen Themen offenbart sich auch in diesem Fall die destruktive Strategie,
die von Vertretern der AfD angewandt wird. Anklage von angeblich skandalösen
Verhältnissen oder Verfehlungen von „Eliten“ oder den „Gutmenschen“,
gepaart mit vermeintlichen Fakten, die zum Teil halb wahr oder ganz aus der Luft
gegriffen sind, oder bei denen man Wesentliches einfach verschweigt. In der Regel bleiben
dann Lösungsvorschläge aus. Es geht ausschließlich um Provokation.
Was erkennen wir?
Rechtspopulisten haben ein lockeres Verhältnis zur Wahrheit. Vorkommnisse werden
verkürzt dargestellt und weiterverbreitet.
Ein Shitstorm wird ausgelöst, der sich vor allem in den sog. Sozialen Netzen entlädt,
in dem Personen beleidigt und verunglimpft werden.
Ist die Empörungsmaschinerie erst einmal in Gang, ist sie schwer aufzuhalten.
Welche Konsequenzen ziehen wir?
Wir, als SPD Ortsverein, stellen uns klar und deutlich gegen die Vorgehensweisen der
AfD im speziellen Fall in Allendorf, aber vor allem im allgemeinen Auftreten der
Rechtspopulisten.
Wir setzen uns für ein Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft ein, die geprägt ist
durch Toleranz, Solidarität, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
Rechtspopulismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Verschwörungstheorien stehen
dem diametral entgegen.

Deshalb sagen wir NEIN zur AfD

Brigitte Heilmann