Presseberichte

Zeitungsartikel über JHV der SPD Allendorf / Lumda

Ehrungen beim SPD-Ortsverein Allendorf/Lumda mit v.l. Brigitte Heilmann, Apala-Raphael Omokoko, Thorsten Sch?fer-G?mbel, sitzend Herbert Walther.

»Wofür steht die SPD heute?«: Diese Frage stellte Brigitte Heilmann rhetorisch in die Runde der Parteimitglieder auf der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins. Ausgehend von einem ziemlichen Durcheinander in der Zeit vor der Landtagswahl im Oktober sei vor Tagen ein Reformpaket »mit klarer Aussagekraft« vorgelegt worden, sagte Heilmann. Schwerpunkte seien soziale Absicherung vor dem Hintergrund der Veränderungen der Arbeitswelt durch Digitalisierung. Die SPD wolle Sorge tragen, dass man wieder »ohne Angst in die Zukunft schauen« könne.

Landes- und stellvertretender Bundesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel hat am Reformpaket mitgewirkt. Als Gastredner berichtete er über den Erneuerungsprozess. Seit Bekanntgabe der Reformvorschläge vor wenigen Tagen seien Zuversicht und Zutrauen zurückgekehrt. Wolle die SPD weiterhin Partei der Arbeit und Arbeitsgesellschaft sein, müsse man Digitalisierung und Sozialgesetze gleichermaßen aufmerksam betrachten.

Wenn Digitalisierung die Arbeitswelt verändere, müsse ein Recht auf Qualifizierung geschaffen werden, ein bisschen Fortbildung wie bisher reiche nicht aus. Kinder hätten in der Sozialhilfe nichts zu suchen, für sie sei die eigenständige Grundsicherung zu schaffen. Der Bundesparteitag im November müsse die Reformvorschläge noch beschließen, sagte Schäfer-Gümbel.

Blick auf Kommunalwahl 2021

Heilmann zeigte sich unzufrieden mit dem Ausgang der Landtagswahl für die Sozialdemokraten. Sie dankte den Helfern vor Ort, etliche Veranstaltungen habe man bewältigt. 61 Mitglieder habe der SPD-Ortsverein (drei Neumitglieder 2018). Nun gelte es, für die nächste Kommunalwahl in Hessen 2021 vor allem junge und aktive Mitglieder zu werben. Heilmann schlug vor, verstärkt mit den nachbarlichen Ortsvereinen zusammenzuarbeiten. Die SPD unterstütze das in Gründung befindliche Jugendparlament im Lumdatal.

Fraktionsvorsitzender Karlheinz Erbach berichtete aus dem Allendorfer Parlament. Wichtig sei die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rabenau. Jüngst habe es wohl Personalprobleme bei der zusammengelegten Kasse gegeben. Die Zusammenführung der Bauämter komme nicht voran. Bei der Ergänzungswahl zum Vorstand wurde Marcel Lotz einstimmig gewählt, Kerstin Lotz schied aus.

Ehrungen für langjährige Mitglieder: Herbert Walther für 50 Jahre und Apala-Raphael Omokoko für 25 Jahre. Hessens SPD-Chef Schäfer-Gümbel sagte, die Partei lebe nicht von großen Reden, sondern von Menschen, die sich engagieren.

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